Dienstreise
Sorry, Leser, falls Du da draußen bist. Bin für ein paar Wochen auf Dienstreise. Hokus Pokus geht anschließend weiter, versprochen!
Pferde satteln, weiter reiten
Ich hoffe, Do as I do sitzt inzwischen und hat die Kneipenbekanntschaften am Wochenende neugierig auf mehr gemacht. Ich weiß schon, was ich Euch als nächstes zeigen werde, warte damit aber noch, bis meine Webcam geliefert ist. Schon die einfachsten Kunststücke erfordern oft Erklärungen von Techniken, die viel komplizierter klingen, als sie in echt sind. Die Do as I do-Erklärung schien bereits recht abschreckend zu sein: Wenn Poodle, ein kluger Mann, soweit ich weiß, schon seine Probleme hat, den schriftlichen Erläuterungen zu folgen, dann steht der Normalsterbliche sicherlich da wie der Ochse vor dem Berg.
Freut Euch also auf Videos mit Vorführungen und Geheimnislüftungen. Ton gibt es übrigens nicht, meine Stimme ist zu markant. Im echten Zauberleben ist die Stimme übrigens sehr hilfreich: Indem man verbalen (und Blick-)Kontakt zum Publikum hält, kann man bestens von Schwächen in der Fingerfertigkeit ablenken.
Warten wir also auf das Eintreffen meiner Bestellung, dann geht es weiter. Vielleicht auch schon vorher, mir fällt da gerade ein schöner Vier-Ass-Trick ein, den man vielleicht auch ohne Filmchen erklären kann.
Hello, world!
Worum es hier geht, steht im Mission statement.
Insbesondere wird mit dem verbreiteten Glauben aufgeräumt, die Zauberei sei die Angelegenheit eines kleinen Kreises Auserwählter. Der Magische Zirkel ist zwar eine Gruppe von Geheimniskrämern (Ausschluss bei Trickverrat), aber ohnehin ein Altherrenverein Auslaufmodell. Daher schonmal kurz: Jeder kann die Grundlagen der Zauberei leicht erlernen, insbesondere die Requisitenhändler legen weder dem Neuling, noch dem Neugierigen Steine in den Weg. Wer genug Geld hat, kann sich die meisten Utensilien kaufen, die man aus einschlägigen Bühnenprogrammen so kennt. Dazu später mehr.
Weil hier bei Hokus Pokus auch Trickgeheimnisse gelüftet werden sollen, will ich noch folgendes anmerken: Eine erfolgreiche Vorführung besteht aus mehr als nur der Anwendung eines Trickprinzips. Jahrelanges Training, die Fähigkeit, ein dramaturgisch passendes Programm auf die Beine zu stellen und das Wissen, wie mit dem Publikum umzugehen ist, kann man nicht kaufen. Vorführende, die ihre Zuschauer begeistern, verdienen auch dann Respekt, wenn man weiß, wie es technisch funktioniert. Oft erst dann, denn einige Kunststücke, Griffe und Techniken sind höllisch schwierig.
Zum Einstieg mal ein kleines Video: Hier.
Hat jemand Interesse, die grundlegenden Prinzipien des Klassikers, den Denis Behr da in Perfektion zeigt (weit besser als ich es je könnte, übrigens), zu erfahren? Stay tuned.