Der Zuschauer findet die Asse

2. March 2006 at 0:13 (Geheimnisse)

Vier-Ass-Tricks gehören in jedes Repertoire, dieser hier ist gleichzeitig einfach und verblüffend. Die erforderliche Tricktechnik hält sich in Grenzen, es wird lediglich ein ganz simples Falschmischen benötigt.

Effekt: Der Zauberer mischt das Spiel und lässt einen Zuschauer abheben. Die sich daraus ergebenden zwei Päckchen hebt der Zuschauer erneut ab. Von jedem der nun auf dem Tisch liegenden vier Päckchen werden drei Karten abgezählt und anschließend drei Karten auf die restlichen Stapel gelegt. Zum Schluss werden die vier obersten Karten umgedreht: Obwohl der Zuschauer das gemischte (!) Spiel völlig unbeeinflusst (!) abgehoben hat und der Zauberer auf die Prozedur der anschließenden Kartenverteilung keinen Einfluss nehmen konnte (!), liegen schließlich die vier Asse oben.

Erklärung: Zuvor befinden sich die vier Asse unter dem Spiel (man kann sie auch beiläufig nach unten sortieren – siehe Video), die Zuschauer dürfen davon natürlich nichts wissen. Beim Überhandmischen werden die letzten Karten einzeln abgezogen – dann liegen die vier Asse oben. Beim Bilden der vier Päckchen muss der Zauberer sich merken, welches der Päckchen ursprünglich oben war (dann weiß er, wo die Asse liegen). Alles weitere ergibt sich von selbst.

Wie immer gilt: Die Vorführung ist entscheidend. Lässig und in eine nette Geschichte verpackt kann dieser Trick wie ein Wunder erscheinen. Bevor die vier Asse umgedreht werden, sollte unbedingt wiederholt werden, dass der Zuschauer das “gemischte” Spiel abgehoben hat und der Zauberer auch sonst keinen Einfluss nehmen konnte. Es wäre doch ein Wunder (oder gar Magie), wenn als Resultat “genau an den abgehobenen Stellen” (auch wenn der Zuschauer gar nicht zu diesen Stellen abgehoben hat: wenn man das nur beiläufig genug erzählt, glauben die Zuschauer das) die vier Asse lägen.

Fragen, die nach der Lektüre noch offen sind, beantwortet hoffentlich das Video mit Vorführung und Erklärung.

Permalink 4 Comments

Do as I do

23. February 2006 at 10:53 (Geheimnisse)

Bevor ich Euch ein Kunststück des Kalibers von Triumph entschlüssele (Video von gestern), müssen erst mal einige Grundlagen geschaffen werden. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber keine Sorge, das hier wird kein Zauberkurs. Obwohl…

Der folgende Trick ist ziemlich einfach, er erfordert keine Geschicklichkeit. Trotzdem grenzt er für den Zuschauer an ein Wunder, wenn er richtig vorgeführt wird. Der Laie meint in der Regel, entweder werde mit Trickkarten gezaubert oder der Magier sei so ausgebufft, dass er heimlich werweißwas mit den Karten machen kann. Nur in seltenen Fällen glauben die Zuschauer, der Vorführende habe tatsächlich magische Fähigkeiten und stehen verblüfft da. Dieses kleine Kunststück ist so eins – wenn es überzeugend vorgeführt wird.

Wenn jemand aus dem Kreis der Leser, falls es schon welche gibt, diesen Trick zuhause vorführen will: Unbedingt vorher üben, auch wenn es eigentlich ganz einfach ist! Nichts ist schlimmer als ein nicht funktionierender Zaubertrick. Wer zwischen den Zeilen liest, dass auch die Präsentation eine Rolle spielt: Richtig, gut aufgepasst. Bitte seid so gut und versaut diese lustigen Tricks nicht durch eine miserable Vorführung.

Do as I do

Was passiert: Zwei Kartenspiele mit unterschiedlichen Rückenfarben, also beispielsweise ein blaues und ein rotes, werden gemischt. Eines mischt der Zauberer, eines der Zuschauer. Die beiden tauschen die Spiele und streifen sie mit den Bildseiten nach unten (= bildunten) aus. Beide wählen aus ihren ausgestreiften eine Karte und prägen sie sich ein. Die ausgestriffenen Spiele werden wieder zusammengeschoben, die gewählten Karten kommen oben drauf. Dann werden die Spiele einmal abgehoben und zurückgetauscht. Nun sucht jeder für sich seine vorher zufällig gewählte Karte heraus und legt sie verdeckt vor sich hin. Beim Aufdecken zeigt sich das beinahe unmögliche: Beide haben dieselbe Karte gewählt.

So geht’s: Read the rest of this entry »

Permalink 5 Comments